Mit Kennzahlen führen, statt Zahlen verwalten


Und warum Produktivität bei einer Spitex-Organisation allein wenig aussagt. 


Gast: Marc Kaiser, Geschäftsführer und Inhaber Heyde
Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing


Spitex-Organisationen erfassen sehr viele Daten. Daraus lassen sich zahlreiche Kennzahlen bilden. Doch Zahlen allein führen noch nicht zu guten Entscheiden. Entscheidend ist, dass sie zur Strategie und zu den Zielen der Organisation passen.

«Wir generieren aus Daten Informationen, damit man entscheiden kann», sagt Marc Kaiser. Sein Unternehmen verbindet Leistungs-, Lohn- und Finanzdaten in einem Cockpit. So können Spitex-Organisationen Entwicklungen unterjährig verfolgen. Sie erkennen beispielsweise, wenn die Produktivität sinkt, leiten Massnahmen ein und überprüfen nach einigen Monaten, ob diese wirken.

Produktivität ist eine wichtige Kennzahl. Isoliert betrachtet kann sie jedoch in die Irre führen. Ein Psychiatrie-, Palliative-Care- oder Wundteam ist möglicherweise weniger stark ausgelastet als die Hauswirtschaft. Auch das Leistungsangebot und die Grösse einer Organisation beeinflussen die Ergebnisse.

Vergleiche sind zusätzlich schwierig, weil nicht alle Organisationen gleich rechnen. Einige beziehen Lernende, Administration oder Geschäftsleitung ein, andere nicht. Zwei Organisationen können deshalb dieselbe Kennzahl nennen und trotzdem etwas anderes messen.

Künftig könnte künstliche Intelligenz den Zugang zu den Daten vereinfachen. Führungspersonen könnten konkrete Fragen stellen, statt Auswertungen selbst zusammenzustellen. Der Ausgangspunkt bleibt jedoch die Strategie. Marc Kaiser rät deshalb: «Überlegen, was wir mit unserer Organisation erreichen wollen, was ist unser Auftrag, und dann Schritt für Schritt runterbrechen, welche Kennzahlen relevant sind.»



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Spitex-Welten – eine wilde Zusammenarbeit von Better Nursing und der Spitex-Drehscheibe. Zwei Poweradressen, wenn es um die Spitex-Expertise und die Spitex-Landschaft geht.