Köpfe der Spitex-Branche

Hardy Jäggi Richard Aschberger

Hardy Jäggi | Richard Aschberger, Co-Präsidenten

Politisch trennen sie Welten, in der Sache ziehen sie am gleichen Strick: Richard Aschberger (SVP) und Hardy Jäggi (SP) führen seit einem halben Jahr den Spitex Verband Kanton Solothurn SVKS im Co-Präsidium. Entstanden ist die Konstellation aus der Not – und sie funktioniert.

Jäggi war bereits Vizepräsident, wollte das Präsidium aber nicht alleine übernehmen. «Sonst hätte es geheissen: Der Spitexverband ist links», sagt der SP-Kantonsrat. Weil sich keine Nachfolge fand, fragte er Aschberger an. «Ein politisches Gleichgewicht war mir wichtig.» Der SVP-Kantonsrat und Spitex-Präsident von Grenchen sagte zu.

Die Zusammenarbeit sei pragmatisch und effizient, betonen beide. «Wir arbeiten digital, haben kurze Wege und ein hohes Tempo», sagt Aschberger. Das Co-Präsidium habe neue Kanäle geöffnet, etwa in den Tarifverhandlungen mit den Gemeinden. «Dass wir politisch unterschiedlich sind, hilft sogar», ergänzt Jäggi.

Im Zentrum steht die Finanzierung. Die Tarife basieren auf zwei Jahre alten Kosten, Teuerung und Lohnerhöhungen werden verspätet abgegolten. «Das ist ein Systemfehler», sagt Aschberger. Viele Spitexorganisationen könnten diese Vorfinanzierung nicht mehr leisten. Zwar gelang zuletzt eine Tariferhöhung, doch das Grundproblem bleibt.

Beide sehen strukturellen Handlungsbedarf. Jäggi fordert grössere Versorgungsregionen: «Kleine Spitexorganisationen können gewisse Leistungen nicht kostendeckend anbieten.» Aschberger rechnet mittelfristig mit Fusionen – auch wenn diese emotional seien.

Verschärft wird die Lage durch den Fachkräftemangel. «Wir haben einen Arbeitnehmermarkt», sagt Aschberger. Abwerbungen und steigende Lohnforderungen treiben die Kosten. Jäggi fordert mehr Zusammenarbeit zwischen Spitex, Heimen, Gemeinden und Spitälern sowie eine konsequentere Ausbildung. «Sonst läuft uns das System davon.»

Trotz politischer Gegensätze sind sich beide einig: Abwarten ist keine Option mehr. Der Leidensdruck steigt – bei den Gemeinden ebenso wie bei der Spitex.

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Michaela Kibanda | Fabio Cappellin

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Der Verwaltungsrat der Spitex Zimmerberg hat Michaela Kibanda und Fabio Cappellin als CoCEOs als Nachfolge von Marianne Anliker bestimmt. Die beiden treten ihr Amt am 1. Januar 2026 an. Michaela Kibanda war bisher COO/Leitung Pflege & Betreuung. Fabio Cappellin, nahm die Funktionen CFO & Leiter Services und stv. CEO wahr.

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Spitex Appenzell Innerrhoden

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