Köpfe der Spitex-Branche

Esther Koller Martin Frei

Esther Koller | Martin Frei

Weichenstellung für die Zukunft bei der Spitex Voderland: Ab 1. Oktober sind Esther Koller für den Bereich Pflege und Betreuung und Martin Frei für den Bereich Finanzen und Dienste zuständig und bilden die neue Geschäftsleitung. Gleichzeitig entwickelt die Organisation ihre Führungsstruktur weiter und schafft damit optimale Voraussetzungen für die kommende Entwicklungsphase.

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Barbara Brönnimann

Barbara Brönnimann alias Sorella

Zweimal im Monat verwandelt sich Barbara Brönnimann von der Spitex Region Brugg AG in die Clownin Sorella. Mit roter Nase, gelbem Kittel und viel Feingefühl schenkt sie ihren Kundinnen und Kunden Momente der Freude – und lässt dabei die Pflege nie aus den Augen.

Im Berufsalltag tritt das Spitex-Personal meist zurückhaltend auf. Barbara Brönnimann bricht damit an zwei Tagen im Monat bewusst: Als Fachfrau Gesundheit schlüpft sie in die Rolle der Clownin Sorella und besucht damit erwachsene Klientinnen und Klienten, die sich das ausdrücklich gewünscht haben.

Ausgangspunkt war ein kleiner Bühnenauftritt, den Barbara Brönnimann mit einer Kollegin für die Abschiedsfeier einer Teamkollegin einstudiert hatte. Der Anklang bei der Geschäftsleitung war so gross, dass daraus die Idee für regelmässige Clownbesuche entstand – seit Februar 2023 fest im Angebot der Spitex Region Brugg.

Für Barbara Brönnimann ist Humor kein Zusatz, sondern fester Teil der Pflege selbst. Ob Tropfen, Kreislaufkontrolle oder Hautpflege – zu fast jeder Handlung findet sie ein Wortspiel oder ein spielerisches Utensil wie einen Flamingo-Ring oder eine Wasserpistole. Einzig beim Stellen der Medikamente ist volle Konzentration statt Scherze gefragt. Für den Mehraufwand kalkuliert sie eine Viertelstunde pro Besuch, finanziert vom Gönnerverein der Spitex.

Genauso wichtig wie Humor ist Feingefühl: Hat jemand kürzlich einen nahestehenden Menschen verloren, legt Barbara Brönnimann die rote Nase beiseite und widmet sich ganz der Trauer ihres Gegenübers. Für manche Kundinnen und Kunden sei sie oft der einzige regelmässige Besuch überhaupt – ein Grund mehr, jeden Tag ein Stück Freude vorbeizubringen, findet sie.

Dass ihr die Geschäftsleitung diese besondere Rolle zutraut, berührt die gelernte Fachfrau Gesundheit noch heute – zumal sie nie eine Ausbildung zur Clownin absolviert hat.

(Quelle: Aargauer Zeitung)

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