Isabel Egli, Shaolin Challenge-Teilnehmerin
Shaolin Challenge führte Isabel Egli neun Tage in den abgelegenen Yongmunsa-Tempel. Weg von Schwinghosen, hinein in die Welt der Shaolin – mit vier bis fünf Trainings täglich, ohne Uhr, ohne Handy. Egli biss sich durch, meditierte gegen den Schmerz an und zerschlug am Ende sogar eine Granitplatte.
Was sie aus Korea mitnahm, hilft ihr heute im Alltag als technische Leiterin bei der Spitex Region Willisau: Grenzen setzen. «Habe keine Gegenerwartungen», riet ihr Meister Shi. Ein Satz, der blieb. Früher sagte sie oft Ja, sprang für andere ein, stellte sich hinten an. Heute fragt sie sich: Habe ich Kraft und Energie?
Disziplin kennt die Schwingerkönigin aus dem Sport. Doch im Tempel lernte sie, dass mentale Stärke auch heisst, loszulassen. Kameras, Verpflichtungen zu Hause, Sorgen um die Grossmutter – mit der Zeit blendete sie alles aus und lebte im Moment.
Ein Ritual ist geblieben: Wenn der Spitex-Alltag hektisch wird, sucht sie die Ruhe, atmet tief durch und ordnet ihre Gedanken. Nur ein paar Minuten – aber genug für einen kühlen Kopf.
