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Martin Radtke Leadership

Spitex Verband Aargau: Susanne Seytter ist die neue Geschäftsleiterin

Per 1. August 2021 hat die NPO-Managerin Susanne Seytter die Nachfolge als Geschäftsleiterin des Spitex Verbands Aargau von Max Moor angetreten. Sie wird den aktiven und gut vernetzten Kantonalverband gemeinsam mit dem in diesem Jahr gewählten Präsidenten Michael Ganz in die Zukunft führen.

Herzliche Gratulation zur Wahl, Frau Seytter. Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?
Danke! Sehr vieles. Zum einen die wachsende Branche. Die Pflege im gewohnten Umfeld entspricht einem grossen Bedürfnis der Menschen. Mit ihrer Palette an professionellen ambulanten Dienstleistungen ist die Spitex auf dem besten Weg, ein noch bedeutenderer Player in der Gesundheitsversorgung zu werden. Zweitens reizt es mich persönlich, dass ich als Geschäftsführerin sowohl für konkrete Dienstleistungen zugunsten der Mitglieds-Organisationen verantwortlich bin als auch gemeinsam mit dem Kantonalvorstand für die Vertretung der Interessen der Non-Profit-Spitex in Behörden und Politik. Das ist ein vielfältiges Aufgabenfeld. Und drittens hat es mich angesprochen, dass der Verband in Bewegung ist. Es ist ein positives Signal, wenn sich eine Organisation die Frage stellt, wie sie noch wirksamer werden kann, wenn Veränderungsbereitschaft spürbar ist. Da bringe ich mich gerne ein.


«Die Spitex ist auf dem Weg, ein noch bedeutenderer Player im Gesundheitswesen zu werden.»

Susanne Seytter, Geschäftsleiterin Spitex Verband Aargau


Was nehmen Sie von Ihrer bisherigen Tätigkeit mit, das Sie bei der Spitex bestimmt nutzen bzw. einsetzen können?
Ich bin es aus meiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführerin einer sozial und politisch engagierten NGO gewohnt, mit verschiedenen Stakeholdern zusammenzuarbeiten, Interessen zu erkennen und zu bündeln und an der richtigen Stelle zu deponieren. Zudem kenne ich aus meiner Führungsarbeit die betrieblichen Herausforderungen, die die Geschäftsleitungen in den kleineren und grösseren Unternehmen umtreibt. Dazu gehören zum Beispiel Finanzierung, Personalressourcen, Organisationsentwicklung, Digitalisierung und Positionierung am Markt. Diese Stärken kann ich gut einbringen.

Besuch bei den Pflegekräften vor Ort

Noch haben Sie wenig Spitex-Erfahrung. Wie wollen Sie sich einarbeiten?
Ich habe mich in meiner bisherigen Berufslaufbahn immer wieder erfolgreich in neue Themen eingearbeitet. Meine Erfahrung ist, dass ich am effektivsten im persönlichen Austausch lerne. Im Gespräch mit den Fachleuten in Geschäftsstelle, Vorstand, Mitglieds-Organisationen und mit den Partnerinnen und Partnern im Umfeld. Im September mache ich verschiedene «Stages». Ich freue mich darauf, den Pflegekräften vor Ort über die Schulter schauen zu dürfen. Bei der Gelegenheit ist auch ein Austausch mit der Geschäftsleitung und mit den Verantwortlichen für Administration, Qualität und Ausbildung geplant.

Auf welche Dossiers, die Sie nun betreuen, freuen Sie sich ganz besonders?
Ich verschaffe mir gerade einen Gesamtüberblick. Zentral sind für mich die Anliegen der Mitglieder, also alle Dossiers, wo es um Dienstleistungen für sie geht. Wichtig und spannend sind die Finanzierungsfragen. Wie können wir eine einheitliche, transparente und vergleichbare Finanzierung realisieren? Dann gibt es eine Reihe von «Zukunftsfragen» wie beispielsweise die kantonale Gesundheitspolitische Gesamtplanung 2025 und die geplante Zusammenführung unseres Kantonalverbandes mit dem Verband der Spitäler und Pflegeheime.

Was möchten Sie der Spitex-Community unbedingt noch sagen?
Ich freue mich, seit August Teil der Community zu sein. Ich habe grossen Respekt vor den Leistungen, die tagtäglich in Pflege und Betreuung erbracht werden. Die Menschen in der Spitex machen einen anspruchsvollen, verantwortungsvollen Job. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, die Branche zu stärken.


Susanne Seytter

ist NPO Managerin mit Weiterbildungen in Projekt- und Changemanagement. Sie war in Leitungsfunktionen in Stadt- und Kantonalverwaltungen sowie im non-profit-Sektor tätig. Von 2012 bis 2019 war sie Geschäftsführerin der FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, einer sozial und politisch engagierten NGO. Zuletzt leitete sie die interkulturellen Dolmetschdienste des evangelischen Hilfswerks HEKS. Geboren in Köln lebt Seytter seit 20 Jahren im Aargau. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.