Véronique Tischhauser-Ducrot prägte die Spitex am rechten Zürichseeufer fast zehn Jahre lang. Kürzlich hat sie ihre neue Stelle als Vorsitzende der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich angetreten. Vor ihrem Engagement für Pro Senectute Kanton Zürich war sie Geschäftsleiterin der fusionierten Spitex Zürichsee sowie Vorstandsmitglied vom Spitex Verband Kanton Zürich.

Véronique Tischhauser-Ducrot, Vorsitzende Geschäftsleitung Pro Senectute Kanton Zürich

Zunächst: Herzliche Gratulation zur neuen Aufgabe! Haben Sie gut angefangen?
Besten Dank! Ich bin seit dem 2. Juni hier, alles ist noch etwas neu. Hinzu kommt die Corona-Pandemie. Es geht allen gleich: Alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

Auf welches erreichte Ziel bei der Spitex sind Sie besonders stolz?
Während meiner Zeit bei der Spitex Zürichsee gab es zwei Fusionen. Wir haben grosse Fortschritte bei der Professionalisierung gemacht. Nicht nur unsere Organisation, die Spitex-Branche und das ganze Gesundheitswesen haben sich stark verändert. Während meiner Amtszeit ist es mir gelungen, mit allen wichtigen Partnern und Akteuren eine gute Basis für die Zusammenarbeit zu etablieren. Ich darf sagen: Mir ist es gelungen, eine Vertrauensbasis zu schaffen – zu den Mitarbeitenden, zu den Kunden und zu den Gemeindemitgliedern.

Spitex-Rucksack
Mit Véronique Tischhauser-Ducrot startet die Serie «Spitex-Rucksack». Persönlichkeiten, die in oder für die Spitex-Branche tätig oder mit ihr verbunden sind, beantworten Fragen. Zum Schluss geben sie den Spitex-Rucksack weiter und stellen der nächsten Person die erste Frage.

Mitarbeitende und wichtige Partner mit auf die Reise nehmen

Was ist die wichtigste Erkenntnis aus der Spitex-Zeit, die Sie in die neue Funktion mitnehmen?
Man muss ein klares Ziel vor Augen haben und dieses immer wieder nach innen und nach aussen kommunizieren. Nur wenn es gelingt, die Mitarbeitenden und andere wichtige Partner mit auf die Reise zu nehmen, kann man ein Ziel erreichen.

Was lassen Sie am wenigsten gern zurück? Was am liebsten?
Als Geschäftsleiterin trägt man die gesamte Verantwortung für die Organisation. Es gibt Zeiten, da ist es einfacher, diese Verantwortung zu tragen. Ich habe das immer gerne gemacht. Ich lebe stark nach dem Motto: Ich bin voll und ganz da – oder ich bin voll und ganz weg. Jetzt bin ich eben nicht mehr dort. Darum erübrigen sich die Fragen.

Welche Spitex-Anliegen werden Sie auch in Ihrer neuen Funktion weiterhin vertreten?
Die Spitex hat eine wichtige Rolle in der ambulanten Grundversorgung. Auch durch die Spitex habe ich gelernt, wie wichtig eine integrierte Versorgung ist. Es braucht ein Mit- und ein Nebeneinander verschiedener Akteure und Leistungserbringer, die sich auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren. Immer mit dem Ziel: Der Mensch, der die Leistungen empfängt, steht im Mittelpunkt.

Positives Image erhalten und weiter stärken

Was wünschen Sie der Spitex für die Zukunft?
Den Spitex-Organisationen wünsche ich, dass sie weiter an ihrer Professionalisierung arbeiten. So können sie ihr positives Image in der Bevölkerung erhalten und weiter stärken. Und hoffentlich immer ausreichend Personal finden für eine sinnhafte und abwechslungsreiche Arbeit.

An wen wollen Sie den Spitex-Rucksack weitergeben?
An Monika Müller-Hutter, sie leitete lange Zeit eine Spitex-Organisation im Kanton St.Gallen und danach die Fachstelle für Spitexentwicklung des Kantons St.Gallen. Heute ist sie selbstständige Organisationsberaterin. Von ihr will ich wissen, wie sie die wichtigsten Entwicklungen der Spitex-Branche sieht.


Entweder oder

Zürich oder Genf? «Ganz klar: Zürich und Genf.»
Wein oder Bier? «Wein!»
Velo oder Auto? «Auto und öffentlicher Verkehr.»
Versicherung oder Non Profit? «Non Profit, keine Frage!»


Véronique Tischhauser-Ducrot ist seit Ende Juni Vorsitzende der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich. Davor war sie Mitglied des Spitex Verbands Kanton Zürich und Geschäftsleiterin der Spitex Zürichsee, die 2015 aus einer Fusion von drei Spitex-Organisationen entstanden ist. Von 2011 bis 2015 leitete sie die Spitex MeilenUetikon.
Véronique Tischhauser-Ducrot ist in Genf aufgewachsen. Sie startete ihre Karriere in Zürich als Kommunikationsfachfrau und war mehrere Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen in der Versicherungsbranche tätig.