Psychiatrische Pflege gehört mitten in die Gesellschaft

Spitex-Welten


Und warum Betreuung durch Spitex-Organisationen zu Hause immer wichtiger wird.


Gast: Barbara Jost, Co-Leiterin Fachbereich Psychosoziale Betreuung der Spitex Region Thun AG
Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing


Menschen mit psychischen Erkrankungen verlassen Kliniken heute oft nach wenigen Tagen oder Wochen. Zu Hause benötigen sie weiterhin Struktur, fachliche Begleitung und Unterstützung im Alltag. Gleichzeitig werden die betreuten Situationen komplexer und instabiler.

Der Fachbereich Psychosoziale Betreuung der Spitex Region Thun AG ist aus einem kleinen Team entstanden. Heute arbeiten dort rund 50 Mitarbeitende. Sie betreuen etwa 450 Patientinnen und Patienten. Ein Teil des Teams konzentriert sich auf psychosoziale Betreuung im Alter und auf herausfordernde Situationen bei Demenz.

Die Mitarbeitenden helfen bei der Tagesstruktur, beim Medikamentenmanagement und bei Kontakten mit Behörden oder Sozialdiensten. Sie unterstützen die soziale Integration und versuchen, die Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Krisenprävention. Das Team will Klinikeintritte nach Möglichkeit verhindern oder verkürzen.

«Man hat stationär manchmal ein ganz anderes Bild, als wenn man die Menschen daheim erlebt», sagt Barbara Jost. Zu Hause zeigt sich, welche Unterstützung im Alltag tatsächlich nötig ist. Ein Krisenplan aus der Klinik muss deshalb häufig angepasst werden. Die Betroffenen sind einen grossen Teil der Zeit auf sich allein gestellt und müssen schrittweise wieder Verantwortung übernehmen.

Das grosse Einsatzgebiet bringt lange Wegzeiten mit sich. Kurze Einsätze lassen sich deshalb nicht überall wirtschaftlich anbieten. Gleichzeitig versorgt das Team Patientinnen und Patienten auch am Wochenende.



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Spitex-Welten – eine wilde Zusammenarbeit von Better Nursing und der Spitex-Drehscheibe. Zwei Poweradressen, wenn es um die Spitex-Expertise und die Spitex-Landschaft geht.