Der Zahlungsverkehr soll stärker automatisiert werden. Im Zentrum dieses Digitalisierungsschrittes stehen die QR-Rechnung sowie eBill. Die QR-Rechnung digitalisiert alle für den effizienten Zahlungsverkehr notwendigen Daten und ermöglicht eine effizientere Zahlungsabwicklung und Zahlungsüberwachung. Die Umstellung auf QR-Rechnungen erfolgt nach einer zweijährigen Übergangsfrist per 30. September 2022. Wo stehen die Spitex-Organisationen rund ein halbes Jahr vor Ablauf der Frist? Eine Umfrage bei Spitex-Organisationen zeigt, dass mancherorts die Umstellung bereits vollzogen ist. Doch nicht überall.

51 Spitex-Organisationen haben an der schriftlichen Umfrage teilgenommen, die der Spitex-Report vom 13. bis 27. Februar 2022 durchgeführt hat. Die Hälfte (26 Organisationen, 51 %) der Organisationen geben an, die QR-Rechnung bereits eingeführt zu haben. Weitere fünf Organisationen melden, sie hätten bereits einmal eine QR-Rechnung verschickt. Knapp ein Drittel (15, 29,4 %) meldet, sie hätten die entsprechenden Grundlagen studiert. Ein Viertel (13, 25,5 %) gibt an, sie hätten die technischen Voraussetzungen in den Systemen geschaffen. Erste Testläufe haben vier Spitex-Organisationen durchgeführt. Zwei Organisationen haben sich noch nicht mit der QR-Rechnung auseinandergesetzt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass rund 70 % der Spitex-Organisationen die QR-Rechnung entweder eingeführt, einmal verschickt oder erste Erfahrungen damit gesammelt hat. Dies lässt den Schluss zu, dass die Einführung der QR-Rechnungen bei den Spitex-Organisationen ein halbes Jahr vor der obligatorischen Umstellung auf gutem Weg ist.

Ein Drittel stellen ohne flankierende Massnahmen um

Wie wurde oder wird die Umstellung kommunikativ begleitet? 52,5 % (27) informieren mit einem Merkblatt beim Rechnungsversand. Zwölf Spitex-Organisationen (23,5 %) schulen die Mitarbeitenden und beauftragen sie, bei Bedarf die Kundinnen und Kunden zu beraten. Mehr als ein Drittel (18, 35,3 %) erachten flankierende Kommunikationsmassnahmen als nicht notwendig. Drei Spitex-Organisationen (5,9 %) melden, sie hätten sich noch nicht mit dieser Frage beschäftigt. Bei der Umfrage waren Mehrfacherfassungen zulässig. Es gibt also einige Spitex-Organisationen, die bei ihrer Kommunikation ein Merkblatt einsetzen und die Mitarbeitenden schulen.
Alle Spitex-Organisationen geben an, Papierrechnungen zu verschicken. Bei knapp einem Drittel (16, 31,4 %) kann eine Rechnung auch als Anhang einer Mail ins Haus kommen. Erst bei sechs Spitex-Organisationen (11,8 %) ist eine Bezahlung mittels e-Bill möglich. E-Bill ist der nächste Digitalisierungsschritt nach der QR-Rechnung. Zwei Organisationen melden, man könne ihre Rechnungen auch mit dem online-Bezahldienst Paypal oder mittels Twint bezahlen.

Die Hälfte der Organisationen verschickt bereits QR-Rechnungen

Können Kundinnen und Kunden wählen, wie sie die Rechnung erhalten wollen. Bei 36 Spitex-Organisationen oder 70,6 % gibt es keine Wahlmöglichkeit. Bei 27,5 % (14) können Kundinnen und Kunden Einfluss nehmen.
Wie gut ist Ihre Organisation auf QR-Rechnungen vorbereitet? Bei dieser Frage geben sich 28 Spitex-Organisationen (55 %) eine 10 (Skala von 1 bis 10, 10 = höchste Punktzahl). 22 Organisationen (38 %) bewerten sich im Spektrum von 4 bis 8. 4 Organisationen (8 %) bewerten sich selbst zwischen auf der Skala zwischen 0 und 2.

Insgesamt ist festzuhalten, dass über 50 % der Spitex-Organisationen die QR-Rechnungen bereits eingeführt haben und sich hier auch die Bestnote 10 geben. Fast 40 % der Organisationen scheinen sich derzeit aktiv mit der Einführung auseinanderzusetzen. Knapp 10 % haben sich noch nicht vertieft mit der Einführung der QR-Rechnung auseinandergesetzt.