Marcel Durst Gastblog-Beitrag

Versorgungssicherheit verlangt gleich lange Spiesse für private und öffentliche Spitex-Organisationen

Die ambulante Pflege nimmt laufend zu. Das ist von der Politik gewünscht, weil ambulant betreute Personen weniger Kosten verursachen als wenn sie in stationären Institution untergebracht sind.

Die Geschäftsmodelle der öffentlichen und privaten Spitex-Organisationen in der Pflege sind unterschiedlich und ergänzen sich. Die Öffentlichen mit Versorgungspflicht lassen ihre Mitarbeitenden Touren machen (die Spitex-Mitarbeitenden gehen von einer Kundin zur nächsten). Die Privaten kennen die Bezugspflege. Die Einsätze sind so geplant, dass die Klientinnen und Klienten wann immer möglich zur gleichen Uhrzeit von den gleichen Personen betreut werden. Oft inklusive Hauswirtschaft und Betreuung.

Einheitliche Finanzierung notwendig

Wenn die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleistet werden soll, müssen alle Spitex-Organisationen gleich finanziert sein. Wer die Versorgungspflicht in einer Region übernimmt, soll eine zusätzliche Abgeltung von 15 bis 20 % des Restfinanzierungsbetrages (Anteil Kanton bzw. Gemeinden an den Pflegekosten) erhalten. Die privaten Spitex-Organisationen sind systemrelevant. Sie sind zudem bereit, sich für Leistungsaufträge mit Versorgungspflicht zu bewerben. Das Sparpotential für die Restfinanzierer liegt bei rund 20 %.

Erfreulich ist zudem, dass bereits heute in vielen Regionen die Zusammenarbeit unter den privaten und öffentlichen Spitex-Organisationen zu Gunsten der Versorgungssicherheit gut klappt. Auch ist erkennbar, dass ein Umdenken bei den Behörden stattfindet, welche eine gleiche Finanzierung anstreben.