Mit welchen Instrumenten kommunizieren Spitex-Organisationen mit ihren Mitarbeitenden? Wie weit ist die Digitalisierung bei der internen Kommunikation fortgeschritten? Der Spitex-Report wollte es genauer wissen und fragte bei öffentlichen wie auch privaten Spitex-Organisationen nach. Die Umfrage brachte teilweise erstaunliche Ergebnisse.

(Fast) alle kommunizieren digital

Das persönliche Gespräch ist weiterhin der wichtigste Kommunikationskanal für die interne Kommunikation. Alle Organisationen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, geben an, persönlich mit den Mitarbeiten zu sprechen. Nahezu alle Spitex-Organisationen kommunizieren zudem über digitale Kanäle oder an Veranstaltungen mit den Mitarbeitenden. Grund für die hohe Digitalisierungsrate dürfte die Besonderheit sein, dass Spitex-Mitarbeitende häufig unterwegs sind und meistens sowieso über ein digitales Arbeitsgerät verfügen. An Bedeutung verloren haben das Anschlagbrett und der Newsletter als interne Kommunikationskanäle.

Formen der internen Kommunikation bei Spitex-Organisationen

Bedeutung der digitalen internen Kommunikation nimmt zu

Auf einer Skala von 1 (keine Bedeutung) bis 10 (sehr hohe Bedeutung) stufen heute schon 44 von 55 Spitex-Organisationen die digitale internen Kommunikation als bedeutsam (8 Punkte) bis sehr bedeutsam (10 Punkte) ein. 23 Spitex-Organisationen oder fast die Hälfte aller, die sich an der Umfrage beteiligt haben, geben die höchst mögliche Punktzahl. Nahezu alle Spitex-Organisationen gehen davon aus, dass die Bedeutung der internen digitalen Kommunikationskanäle sogar noch weiter zunehmen wird. Zwei Drittel sind überzeugt, dass die interne digitale Kommunikation nochmals an Bedeutung gewinnt.

Bedeutung der digitalen internen Kommunikation bei Spitex-Organisationen

WhatsApp beliebt – und unsicher

Fast die Hälfte der Spitex-Organisationen geben an, eine spezielle Software für die interne Kommunikation zu verwenden. Das sind Tools wie Beekeeper, Signal, Threema, Connect, Staffbase etc. 22 Spitex-Organisationen geben an, (zudem) über WhatsApp intern zu kommunizieren. Die App aus dem Hause Meta ist weit verbreitet, darum praktisch – aber kaum sicher. Hier haben die Datenschutzbeauftragten noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten! Weitere beliebte internen digitale Kommunikationskanäle sind das Intranet, das Mail sowie die Möglichkeiten innerhalb der Spitex-Software. 8 Spitex-Organisationen geben an, intern über SMS zu kommunizieren. Auch dieses Tool gilt als nicht sicher.

Tools für interne digitale Kommunikation bei Spitex-Organisationen

Interne Kommunikation soll weiter ausgebaut werden

64 % der Spitex-Organisationen geben an, dass sie die interne Kommunikation weiter ausbauen wollen. Fast ein Drittel (29 %) strebt den Ausbau innerhalb der nächsten 6 Monate an. Ein Viertel (24 %) plant ihn in den kommenden 12 Monaten. 11 % will innerhalb der nächsten zwei Jahre die interne Kommunikation weiter stärken.

Ausbau der internen Kommunikation bei Spitex-Organisationen

53 % oder gut die Hälfte der Spitex-Organisationen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, wollen für ihren Ausbau der internen Kommunikation zwischen CHF 5000 und CHF 10’000 investieren. Die andere Hälfte plant keine zusätzlichen Ausgaben für die interne Kommunikation.

Betriebliches und Corona

Betriebliche Themen und Corona sind die wichtigsten Inhalte, die digital intern kommuniziert werden. Auch Informationen aus Vorstand bzw. Verwaltungsrat werden als wichtig fürs internen Kommunizieren angesehen. Knapp 2/3 informieren ihre Mitarbeitenden über Informationen «aus der Spitex-Welt» bzw. «vom kantonalen Spitex-Verband». Die Hälfte der Spitex-Organisationen versorgen die Mitarbeitenden mit Informationen von Spitex Schweiz sowie über Medienberichte, die einen Spitex-Bezug haben.

Inhalte der digitalen internen Kommunikation bei Spitex-Organisationen

Wer sich an der Umfrage beteiligt hat

55 Organisationen beantworteten die Fragen zur internen Kommunikation. 85 % bezeichnen sich als öffentliche, der Rest als private Spitex. Je ein Drittel der Organisationen zählen 26 bis 50 und über 75 Vollzeitstellen. Weitere 22 % beschäftigen 1 bis 25 Vollzeitstellen, während 11 % 51 bis 75 Vollzeitstellen angeben. Die meisten Antworten kommen aus dem Kanton Bern (22 %), gefolgt von Zürich (18 %), Luzern (11 %), Aarau, Basel-Landschaft, Thurgau, Solothurn, St. Gallen (je mit 7 %).