«Es geht ums Leben, nicht nur ums Sterben.»
Und warum es sich lohnt, Ziele früh anzusprechen.
Gast: Dr. Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativ Care-Teams Zürich Oberland
Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing
Wann beginnt Palliative Care eigentlich? Was hat sie mit «gut leben» zu tun? Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativcare-Teams Zürich Oberland, räumt mit gängigen Missverständnissen auf. Palliative Care sei nicht erst «ganz am Schluss» da. Palliative Care setzt dann an, wenn klar wird: Eine Krankheit begrenzt das Leben – aber es bleibt Zeit, die gestaltet werden will.
Andreas Weber erklärt, weshalb es in der Praxis nicht um ein Entweder-oder geht (Therapie oder Palliativ): Auch Antibiotika, Infektbehandlungen oder eine palliative Chemo können sinnvoll sein, wenn sie zur Lebensqualität passen. Entscheidend ist, früh über Ziele zu sprechen: Was ist mir jetzt wichtig? Wo will ich sein? Welche Krisen könnten kommen und was soll dann passieren? Für Andreas Weber ist klar: «Bei Palliative Care geht es ums Leben, nicht nur ums Sterben.»
Spannend ist auch der Blick auf mobile Care-Teams. Sie begleiten Menschen nach dem Spital nach Hause oder ins Pflegeheim, im engen Zusammenspiel mit Spitex und Hausärzten. Und sie helfen, wenn Symptome schwer zu kontrollieren sind oder schwierige Entscheidungen anstehen.
Dazu gibt’s in dieser Podcast-Episode Einblicke in die Versorgungslage in der Schweiz, den Mangel an ärztlicher Unterstützung im ambulanten Bereich und warum Notfallpläne (ACP) in Heimen viel konsequenter werden müssten. Reinhören lohnt sich: Für Fachleute ebenso wie für alle, die Palliative Care neu verstehen möchten.
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Spitex-Welten – eine wilde Zusammenarbeit von Better Nursing und der Spitex-Drehscheibe. Zwei Poweradressen, wenn es um die Spitex-Expertise und die Spitex-Landschaft geht.
